Immer mehr Menschen interessieren sich für die systemische Therapie. Die Möglichkeiten dieser Therapieform sind sehr vielfältig. Es gibt meines Erachtens kaum eine bessere Art, einen etwas tieferen Einblick in die Arbeit von Systemikern zu nehmen, als an einem Wochenendkurs teilzunehmen oder - eine kürzere Variante - an einem Workshop.

Ich biete Wochenendkurse an, die allesamt im Köln-Düsseldorfer Raum stattfinden. Ich kalkuliere die Kosten knapp, um möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen. So bekommen Menschen mit niedrigen Einkommen, Arbeitslose oder Studenten einen Rabatt in Höhe von einem Drittel der Kursgebühr.

Die Kurse sollten nicht mehr als 16 Teilnehmer umfassen.

Selbsterfahrungswochenende:  Wenn ich an einige Selbsterfahrungsgruppen denke, in denen ich Teilnehmer war, überkommt mich heute noch ein leichtes Grausen. Man schaute vor allem auf die Vorfälle im Leben, die einem sehr zu schaffen machten: Gefühle der Ohnmacht, der Wut, der Verzweiflung wurden sehr wertgeschätzt. In einer Gruppe, die sich mit dem inneren Kind auseinandersetzte, traute ich mich gar nicht, zu sagen, dass es mir eigentlich recht gut ginge, wenn ich in die Leidensminen der anderen Gruppenmitglieder schaute. Ich fühlte mich irgendwie schuldig, dass es mir nicht so schlecht ging wie den Anderen. Unter anderem kam mir die Veranstaltung vor wie  ein Beziehungsmarkt: die Männer hatten die größten Chancen bei Frauen, die mit dem schmerzverzerrtesten Gesicht aufwarten konnten. Es ging um die Art des "richtigen" Leidens.

Einer meiner systemischen Ausbilder hätte in etwa gesagt, dass die Teilnehmer wriklich ein unermessliches Leid erlitten hätten und dass sie es einfach nicht verdienten, jetzt wieder in den Dreck geworfen zu werden. Es ist mir ein Anliegen, den Fokus eben auf die Dinge zu richten, die gut funktionieren, die Fähigkeiten aufzuspüren, die wir schon von Anfang an hatten, wenigstens den Samen dazu, den wir unermüdlich gegossen haben, um sie weiter auszubauen. Das heißt nicht, dass, wenn an diesem Wochenende Leid hochkommt, nicht damit wertschätzend gearbeitet wird. 

Wir haben die Gabe, dass wir uns bewegen können. Tanz sollte Bestandteil des Kurses sein, ebenso wie Hypnose und evtl. auch Meditation. Auch Einblicke in die achtsame Kommunikation wären wünschenswert, allerdings ist ein Wochenende auch begrenzt. Vielleicht ist es mir möglich, bzgl. Meditation und achtsamer Kommunikation eine Psychologin zu gewinnen, die sich seit etwa 10 Jahren mit dem Buddhismus auseinandersetzt. Ich beobachte viele Überschneidungen von Buddhismus und systemischer Therapie.

Eine Bitte habe ich vorab an die Teilnehmer: alle Menschen, die an diesem Kurs teilnehmen, gestalten ihn auch und tragen dafür Verantwortung. Verantwortung vor allem dafür, offen und wertschätzend mit allen Beteiligten umzugehen. Wenn Sie sich auf den Weg zum Veranstaltungsort machen, denken Sie kurz daran, dass jeder Mensch, den Sie antreffen werden, seine eigene Geschichte hat, die er auf seine ganz spezielle Weise gelebt und verarbeitet hat.

Ich freute mich, Sie an den beiden Tagen begrüßen zu dürfen. Die Kosten für ein Wochenende betragen 150 €.