Traumata

Viele Menschen haben in ihrer Kindheit oder im späteren Leben furchtbare Dinge erlebt bzw. erleiden müssen. Oftmals handelt es sich dabei um doppelte Verletzungen: auf der einen Seite sind es die fast unbeschreibbaren Erlebnisse, die gemacht wurden, andererseits haben diese Menschen immer wieder die Erfahrung machen müssen, dass sie in ihrem Leid nicht ernst genommen wurden: die eigenen Wahrnehmungen wurden angezweifelt und es entwickelte sich bei ihnen der Eindruck, dass ihnen einfach nicht geglaubt wurde.
Wenn nun hier gerade systemische Therapeuten zu sehr und zu schnell auf Lösungen fokussieren, wird genau das wiederholt, was den Klienten so oft passiert ist: statt Wertschätzung fühlen sich diese Menschen wiederum nicht ernst genommen. Somit fügt sich der Therapeut nahtlos ein in das bedrohliche System, mit dem der Klient schon so lange unangenehme Erfahrungen gemacht hat.
Gerade bei traumatisierten Klienten ist es unabdingbar, dass der Therapeut permanent um Erlaubnis für sein Handeln bittet. Sonst besteht die Gefahr, dass der Klient sich einmal mehr in der Opferrolle sieht.
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Niemals die Neugierde verlieren